Hewlett Packard (HP) sieht sich mit 120 Millionen Dollar potenziellen Verlusten aufgrund seiner Mitschuld an Israels Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte konfrontiert

12. Juni 2018 / Palestinian Boycott, Divestment and Sanctions National Committee (BNC)

Die vier millionenstarke  indische Studentenverband schließt sich der BDS-Bewegung an & verpflichtet sich zum Boykott von HP

Hewlett Packard (HP) sieht sich mit über 120 Millionen Dollar potenziellen Verlusten konfrontiert, seit Indiens größter Studentenverband eine Resolution zur Unterstützung der BDS-Bewegung und zum Boykott von Hewlett Packard (HP) Unternehmen wegen ihrer gut dokumentierten Komplizenschaft bei Israels schweren Menschenrechtsverletzungen verabschiedet hat.

Apoorva Gautam, die in Indien ansässige Südasien-Koordinatorin des palästinensischen nationalen BDS-Ausschusses (BNC), der die weltweite Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung für palästinensische Rechte leitet und unterstützt, erklärte:

Der indische Student*innenverband (SFI) hat mehr als 4 Millionen Mitglieder. Am 9. Juni schloss er sich der weltweiten Kampagne zum Boykott von HP an. Das bedeutet, dass Hewlett-Packard-Unternehmen jetzt Gefahr laufen, mehr als 4 Millionen potenzielle Kunden in Indien zu verlieren, weil sie sich an den groben Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte durch Israel beteiligt haben.

Bedenkt man, dass der billigste HP-Laptop in Indien etwa 300 Dollar kostet, bedeutet dies, dass HP möglicherweise einen potenziellen Student*innenmarkt von über 120 Millionen Dollar verliert. Das ist enorm wichtig.

Was Palästinenser*innen und indische Student*innen zeigen, ist, dass Unternehmen, die von Israels militärischer Besatzung und diskriminierendem Regime profitieren wollen, mit wachsender Opposition aus der Bevölkerung konfrontiert sind und einen schweren Schlag sowohl gegen ihren Ruf als auch gegen ihre Pocket Books riskieren.

HP hat Technologien und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, die Israels militärische Besatzungs- und Rassendiskriminierungspolitik unterstützen, einschließlich der verheerenden Belagerung, die fast 2 Millionen Palästinenser in Gaza die Luft abschnürt, und der illegaler Siedlungen, die auf gestohlenem palästinensischem Land errichtet wurden.

Heutzutage stellen HP-Unternehmen der israelischen Regierung die Server für das berüchtigte Bevölkerungsregister zur Verfügung, eine Schlüsselkomponente im Apartheid -Apparat. Aufzeichnungen zeigen auch, dass Unternehmen der Marke HP immer noch für den Verkauf von Computern an das israelische Militär verantwortlich sind. Als solche ermöglichen HP-Produkte und Dienstleistungen die Rassentrennung und die Verweigerung von Grundrechten.

In ihrer Resolution zum Boykott von HP verurteilte der indische Student*innenverband (SFI) Israels jüngste Gewalt gegen unbewaffnete palästinensische Demonstrant*innen in Gaza, wo Israel in den letzten zwei Monaten mindestens 121 Palästinenser*innen getötet und mehr als 13.000 verletzt hat. Sie kritisierte auch die derzeitige rechte Regierung Indiens für ihre “engen Sicherheits- und Militärbeziehungen zu Israel” und dafür, dass sie “der größte Abnehmer von Waffen aus Israel” geworden sei.

Vikram Singh, Generalsekretär des Verbandes, versprach, dass die Kampagne zum Boykott von HP in Indien wachsen würde:

Unser Verband wird die BDS-Bewegung und die HP-Boykott-Kampagne auf College- und Universitätsgeländen in ganz Indien verbreiten. Wir werden daran arbeiten, die Universitätsverwaltungen davon zu überzeugen, eine Beschaffungspolitik zu verfolgen, die Geschäfte mit HP-Unternehmen verbietet, bis sie beweisen, dass sie sich nicht länger an Israels eklatanten Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte mitschuldig machen. Bis dahin wird dieser Boykott weitergehen und noch stärker werden.

Abdulrahman Abunahel, in Gaza ansässiger Gemeindesprecher und Koordinator des palästinensischen nationalen BDS-Ausschusses (BNC), begrüßte die Resolution:

Palästinensische Student*innen und Jugendbewegungen schätzen die Solidarität unserer Kolleg*innen des indischen Studentenbandes sehr. Als junger Palästinenser in Gaza weiß ich aus erster Hand, wie schwierig es ist, unter Israels jahrzehntelanger brutaler Militärherrschaft und verheerender Belagerung zu studieren und überhaupt zu leben. Diese wichtige Geste der Unterstützung aus Indien, die bekräftigt, dass dort, wo Regierungen versagen, Menschen die Macht haben zu handeln und etwas zu bewirken, ermutigt mich.

In den letzten Jahren haben sich US-amerikanische Kirchengemeinden wie die US Presbyterian Church und die United Church of Christ von HP getrennt. Friends Fiduciary Corporation, die sozial verantwortliche Investmentgesellschaft, die über dreihundert Quäker-Institutionen in den Vereinigten Staaten betreut, hat 2012 seine Investitionen von HP abgezogen. Erst kürzlich trat der Stadtrat von Dublin der BDS-Bewegung bei und forderte, die Beziehungen zu HP wegen der Komplizenschaft des Unternehmens mit der israelischen Apartheid zu beenden.

Der palästinensische nationale BDS-Ausschuss (BNC) ist die größte Koalition der palästinensischen Zivilgesellschaft. Er leitet und unterstützt die weltweite Boykott-, Desinvestitionen- und Sanktionsbewegung für die palästinensischen Rechte.

 

Originaltext: Hewlett Packard (HP) Faces $120 Million in Potential Losses Due to its Complicity in Israel’s Violations of Palestinian Human Rights
Übersetzung: Redaktion BDS-Kampagne.de

 

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